Das Arbeitszeugnis hat in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert. Es ist eine wichtige Dokumentation Ihres beruflichen Werdegangs.

Wichtige Punkte beim Arbeitszeugnis

Wichtige Punkte beim Arbeitszeugnis

„Ein Arbeitszeugnis ist eine vom Arbeitgeber erstellte Urkunde über ein Dienstverhältnis.“ – Quelle Wikipedia.

Nur in Deutschland und der Schweiz gibt es den gesetzlichen Anspruch auf das Arbeitszeugnis, in vielen anderen Teilen der Welt kennt man es nicht bzw. es gibt nur die Referenzschreiben („To whom it may concern…“)

Neben dem Arbeitszeugnis, das Ihnen zum Ende der Beschäftigung auf Verlangen erstellt wird, gibt es noch das Zwischenzeugnis. Letzteres wird bei Vorgesetzten- oder Abteilungswechsel erstellt, gelegentlich auch bei längerfristigen Aufhebungsverträgen.

Das Zeugnis ist inhaltlich zweigeteilt. Der erste Teil beschreibt die Dauer, Art und die Tätigkeiten Ihrer Beschäftigung, der zweite Teil Ihre Leistung.

Zeugnissprache

Während es im ersten Teil meist sachlich zugeht, ranken sich um den zweiten Teil wilde Gerüchte. Die ‚Zeugnissprache‘, ‚Zeugniscode‘, die Spekulation auf besondere Interpunktion bis hin zur Platzierung der Unterschrift, um nur ein paar Punkte zu nennen.

Aus meiner Sicht des Zeugnislesers, kann ich selten sagen, ob der Schreiber des Zeugnisses wusste was er tat (Absicht) oder unabsichtlich eine Formulierung verwendet hat, die dem Bewerber nachteilig ausgelegt werden kann.

Ich möchte an der Stelle auch nicht die zahlreichen ‚Arbeitszeugnis‘-Ratgeber ersetzen, was schon anhand des Raums von 1-2 Seiten nicht machbar ist.

Lassen Sie Ihr Arbeitszeugnis von einem Experten (z.B. Fachanwalt für Arbeitsrecht oder Personalberater) durchlesen, der wird Ihnen Hinweise geben, wo mögliche Stolperfallen liegen und was zu ändern ist. Ob Sie den rechtlichen Anspruch darauf haben, ist zu klären. Besser ist es jedoch, wenn Sie sich mit Ihrem alten Arbeitgeber darauf einigen können, den Entwurf zu lesen und mögliche Änderungen ohne den Gerichtsweg einarbeiten lassen können.

Schreiben Sie Ihr Zeugnis nie selber.

Vor allem, schreiben Sie es nie beim alten Zeugnis ab. Ähnlich formulierte Zeugnisse fallen sofort auf und fallen in der Bewertung durch.

Die Arbeitgeber, die das evtl. lesen, bitte ich nicht zu häufig vom Zeugnisgenerator Gebrauch zu machen, auch wird dem aufmerksamen Leser auffallen.

Achten Sie darauf, dass das Datum auf dem Zeugnis mit Ihrem letzten Beschäftigungstag endet. Werde ist 1 Monat vorher, noch 2 Monate nachher ein gutes Anzeichen. Im ersten Fall wird klar, man hat Sie freigestellt und im 2. Fall haben Sie sich mit dem Arbeitgeber um irgendetwas gestritten.

Noch Fragen zum Arbeitszeugnis? Bitte melden Sie sich bei mir. Weitere Fragen beantworte ich gerne auf Zuschrift und nehme diese gegebenenfalls auch anonymisiert hier auf. Ihre Fragen können Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

Bis nächste Woche, wenn es um den Gesprächsleitfaden für die Bewertung geht.

Alle bisher veröffentlichen Beiträge finden Sie hier: www.karriere-abc.com

#karriere
#karriereabc
#arbeitszeugnis
#zeugnis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: