Hier finden Sie kostenfreie Hinweise zu Ihrer erfolgreichen Bewerbung

Die Bewerbung von A wie Anlagen bis Z wie Zeugnis

Die Bewerbung von A wie Anlagen bis Z wie Zeugnis

Die Bewerbung ist das Angebot eines Arbeitssuchenden (Bewerber/Bewerberin) an einen Arbeitgeber um einen Arbeitsplatz, einen Ausbildungsplatz oder einen Praktikumsplatz.

Meist bewerben sich die Kandidaten auf konkrete Stellenausschreibungen oder Stellenanzeigen, die in Zeitungen, Job-Boards, Webportalen, der Homepage des Unternehmens oder in anderen Medien ausgeschrieben bzw. ausgehängt werden.

Im Folgenden möchte ich die wichtigsten Punkte für eine erfolgreiche Bewerbung zusammenfassen. In Artikeln des Karriere-A!B!C können Sie weiterführende Informationen zum jeweiligen Schwerpunkt finden.

Die Bewerbung beginnt mit dem Wunsch nach einer beruflichen Veränderung. Sei es, dass Sie eine Kündigung erhalten haben, Ihr Arbeitgeber in die Insolvenz geht oder Sie entschieden haben, eine neue Herausforderung zu suchen. Gelegentlich werden Mitarbeiter auch von externen Beratern angesprochen und auf neue Stellen aufmerksam gemacht.

Wenn Sie sich aktiv dazu entschieden haben, etwas Neues zu suchen, sollten Sie sich zuerst Gedanken machen, wer Sie sind, was Sie wollen und ihr Profil aufstellen. Im Anschluss suchen Sie nach Branchen, Unternehmen und Stellen, die für Sie in Frage kommen.

 

Suche nach geeigneten Stellen

Aufgrund Ihres Profils und Ihrer Ziele hinsichtlich Branche, Ort, Unternehmen, Gehalt und Position suchen Sie sich Stellenanzeigen unter anderem aus den bekannten Jobbörsen wie z.B. Steptsone, indeed, monster, oder regionalen Stellenportalen wie kalaydo, meinestadt und legen fest, welche für Sie in Frage kommen. Die lokale Presse und Fachzeitschriften veröffentlichen teilweise noch Stellenausschreibungen. In den letzten 10 Jahren hat sich die Veröffentlichung von Stellenanzeigen vom Print- in den Online-Bereich verlagert.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Website der Unternehmen, die für Sie infrage kommen direkt aufzusuchen, um dort nach der Karriere-Seite zu schauen. Ebenso können Aushänge am schwarzen Brett der (Hoch-)schule zum gewünschten Arbeitgeber führen.

Des Weiteren können Sie sich gezielt an Personalberater wenden, die auf eine Region oder eine Branche fokussiert sind. Ihr Vorteil an der Stelle ist, dass Sie meistens noch ein Feedback zu Ihren Unterlagen und Ihrer Person erhalten, bevor es in das eigentliche Gespräch bei Unternehmen geht.

Wenn Sie also wissen, wo Sie sich bewerben wollen, geht es an die Erstellung Ihrer Unterlagen. Ich weiß, dass die meisten den Fehler begehen, erst die Unterlagen zu erstellen und zu suchen. Wenn Sie wissen, wo Sie hin wollen, wird es Ihnen  leichter fallen, die benötigten Unterlagen dafür zu erstellen, weil Sie Ihr Ziel schon konkretisiert haben.

Weitere Hinweise zum Profil finden Sie in „Mein Profil“ und zur Auswahl in „Die Auswahl von Branchen, Unternehmen und Stellen“ „Karriereplanung“ und „Hilfe bei der Berufswahl“.

 

Anschreiben

Im Anschreiben formulieren Sie für den zukünftigen Arbeitgeber mit eigenen Worten, was gesucht wird, stellen sich kurz und mit Bezug zum Gesuchten selber dar und runden das Ganze mit einem Einblick zu Ihrer Person und Ihren Soft-Skills ab. In „Die 3+1 Regel im Bewerbungsschreiben“ geht Frau Dr. Johanna Dahm darauf ausführlich ein.

Weitere Hinweise zum Anschreiben finden Sie in „Mein Anschreiben“.

 

Deckblatt

Es gibt zum Deckblatt zwei Ansichten. Die einen sagen, dass es wichtig ist und nach dem Anschreiben sowie vor dem Lebenslauf in eine gute Bewerbung rein gehört. Die anderen, und dazu zähle ich, halten ein Deckblatt für überflüssig.

Ich empfehle bei jeder Bewerbung einen minimalistischen Ansatz. So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Warum? – Um vom wichtigen Inhalt nicht mit Nebensächlichkeiten abzulenken. Konzentrieren Sie sich auf die Kernaussagen, also auf den Inhalt und nicht auf die schiere Verpackung.

 

Lebenslauf

Der Lebenslauf bzw. das Curriculum Vitae (CV) sind heute das zentrale Dokument der Bewerbung. Das Anschreiben hatte noch vor gut 20 Jahren den höheren Stellenwert. Zu dieser Zeit war der Lebenslauf auch meist nur in tabellarischer Form sehr kurz gehalten. Heute kann der Lebenslauf schon mal drei bis vier Seiten umfassen und stellt neben Position und Unternehmen auch Details zum Inhalt Ihrer beruflichen Tätigkeit, Ihrer Ausbildung sowie Ihren  Erfolgen dar. Bei Führungspositionen sollten Sie auch Ihre Wechselmotivationen der letzten Stellen mit angeben.

Zu der Reihenfolge der Darstellung ob chronologisch (Lebenslauf), umgekehrt chronologisch (CV) oder einer Mischform finden Sie in den Links unten weiterführende Informationen.

Weitere Hinweise zum Lebenslauf finden Sie in „Mein Lebenslauf“, „Die Lebenslaufvorlage“, „Jobwechsel und Lücken im Lebenslauf begründen“, „CurriculumVitae (CV) vs. Lebenslauf“ und „Der ‚optimale‘ Lebenslauf“.

 

Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto ist von einem Fotografen mit guter Ausrüstung und Fachkenntnis über Beleuchtung und Portraitaufnahmen wesentlich besser, als Sie es im privaten Umfeld selbst machen können.

Ich habe zu viele schlechte Bewerbungsfotos gesehen, die die Kandidaten von sich haben machen lassen. Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck!

Bei online-Bewerbungen wird das Bewerbungsfoto in den Text mit eingebaut und am Anfang des Lebenslaufs neben Ihren persönlichen Daten positioniert.

Sollten Sie Ihre Unterlagen per Post versenden, beschriften Sie bitte das Foto auf der Rückseite mit Ihrem Namen und Ihrem Geburtsdatum, damit es im Falle, dass es verloren geht, wieder zuzuordnen ist.

Weitere Hinweise zum Bewerbungsfoto finden Sie in „Das Bewerbungsfoto“.

 

Hard-Skills, Soft-Skills

Neben dem Lebenslauf gibt es sehr oft im IT Bereich noch eine Seite mit einer Übersicht über die Fachkenntnisse (Hard Skills). Welche Technologie beherrsche ich wie gut und wie lange habe ich diese im Einsatz. Es reicht hier eine Tabelle mit 4 Spalten (Technologie, wie gut, wie lange, evtl. Bemerkung). Meist wird das „Wie gut“ in Form von „+“ – Grundkenntnisse, „++“ – Fortgeschritten, „+++“ – Experte dargestellt.

Die Soft Skills, die nochmal im Vorstellungsgespräch wichtig werden können, sind durchaus etwas schwieriger, gerade für junge Bewerber heraus zu finden. Dazu finden Sie weitere Informationen im Link (s.u.).

Weitere Hinweise zum Lebenslauf finden Sie in „Hard Skills, Soft Skills“.

 

Arbeitszeugnisse

Arbeitszeugnisse gibt es fast nur in Deutschland. Hier spielen Sie bei der Bewerbung eine wichtige Rolle. Der neue Arbeitgeber versucht im Bewerbungsverfahren mittels der Informationen, die Ihre alten Arbeitgeber Ihnen attestiert haben, Rückschlüsse auf eine erfolgreiche Zukunft mit Ihnen als neuer Mitarbeiter im Unternehmen zu ziehen.

Die Frage, die sich immer stellt ist, wie die Zeugnisse zustande gekommen sind. Hart erarbeitet oder eher ‚Good-Will‘, damit der Mitarbeiter, ohne gekündigt zu werden, freiwillig geht oder gar vor dem Arbeitsgericht erstritten.

Weitere Hinweise zu den Arbeitszeugnissen finden Sie in „Arbeitszeugnis“, „Das Zwischenzeugnis“, „Sein Verhalten ist stets einwandfrei und vorbildlich (Leserfrage)“

 

Referenzen

Es gibt die schriftliche Referenz „to whom it may concern“, die hauptsächlich im internationalen Bereich zum Einsatz kommt.

Darüber hinaus gibt es auch Referenzen, die auf Anfrage von früheren Vorgesetzten/Arbeitgebern mündlich gegeben werden.

Wenn Sie schriftliche Referenzen haben, sortieren Sie diese wie Ihre Arbeitszeugnisse zu diesen ein.

Wenn Sie Menschen kennen, die Ihrem neuen Arbeitgeber Auskunft über Sie erteilen können, geben Sie bitte Name, Unternehmen, frühere Position und Telefonnummer im Lebenslauf unter der Rubrik Referenzen an.

 

Zertifikate

Die Zertifikate, die Sie in einer Bewerbung mitsenden sollten für die Stelle relevant und nicht älter als sieben Jahre sein. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.

Die Kopien Ihrer Zertifikate kommen in der Reihenfolge hinter den Zeugnissen und werden im Lebenslauf erwähnt.

Weitere Hinweise zu den Zertifikaten finden Sie in „Reihenfolge der Unterlagen„.

 

Das XING Profil

Stellvertretend für den Bereich Social Media Profile habe ich  die Wichtigkeit eines ordentlich gepflegten XING Profils dargestellt. XING ist in Deutschland die wichtigste Businessplattform und hat sich in den 14 Jahren seit Gründung zu einem guten Markt für Bewerber und Personaler entwickelt.

Im internationalen Bereich ist LinkedIn wichtiger. Facebook wird im Allgemeinen nur dem privaten Bereich zugeordnet, der für die Bewerbung keine Relevanz hat. Dennoch rate ich auch dort zum vorsichtigen Umgang mit Fotos und eigenen Meinungen.

Weitere Hinweise zum XING Profil finden Sie in „Das XING Profil in der Bewerbung“ und „XING Gruppen, Beiträge Suchen„.

 

Initiativbewerbung

Im Unterschied zu einer Bewerbung auf eine konkrete Stellenausschreibung, ist die Initiativbewerbung der Versuch, ein Unternehmen als zukünftigen Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen, bevor es dort zu einer Ausschreibung kommt. Von daher haben Initiativbewerbungen in der Regel schlechtere Erfolgschancen.

Wenn Sie sich initiativ bewerben, sollten Sie deutlich herausstellen, warum Sie bei diesem Unternehmen arbeiten wollen und welche Vorteile der zukünftige Arbeitgeber hat, wenn er Sie einstellt. Idealerweise nehmen Sie zuvor auf einer Messe oder in einem Telefonat den persönlichen Kontakt auf. Ganz hervorragend eignen sich Netzwerke, um diese Kontakte vorzubereiten bzw. zu ermöglichen. Dann werden in der Regel Ihre Erfolgsaussichten deutlich besser.

 

Weitere Hinweise zur Initiativbewerbung finden Sie in „Unterschied bei der Initiativbewerbung (Leserfrage)“.

 

Auswahlverfahren

Auswahlverfahren kommen während zum Teil nach den Bewerbungsgesprächen zum Einsatz. In der Regel finden Sie zum Bewerbungsprozess des Unternehmens auf dessen Website Informationen. Sie können nachfragen, ob und welche Auswahlverfahren es gibt.

Das können Assessmentcenter sein oder individuelle Fragen oder einzelne Übungen,

Weitere Hinweise zu den Auswahlverfahren finden Sie in „Weitere Gespräche, Auswahlverfahren“.

 

Bewerbungsgespräch

Immer noch ist das individuelle Bewerbungsgespräch das zentrale Entscheidungskriterium bei der Personalauswahl. In meist zweistufigen Gesprächen werden die Bewerber auf fachliche und menschliche Passung unter die Lupe genommen. Oft sitzen Personalabteilung und Fachabteilung gemeinsam im ersten Gespräch. Im zweiten Gespräch werden Entscheider mit hinzugezogen. Je nach Größe des Unternehmens und Wichtigkeit der Person sind das Bereichsleiter, Geschäftsführer oder Inhaber.

Weitere Hinweise zu den Bewerbungsgesprächen und zur Vorbereitung finden Sie in „Das Vorstellungsgespräch“, „Gesprächsleitfaden für das Vorstellungsgespräch“, „Smalltalk im Bewerbungsgespräch: WarmUp und CoolDown“ sowie den weiteren Links.

 

Telefon Interview, Video-Interview

In einigen Branchen ist es üblich, vorab ein erstes Gespräch am Telefon oder mittels Videointerview zu führen. Es werden erste fachliche Aspekte abgeklärt, und es entsteht ein Eindruck über die Kommunikation des Kandidaten. Die Telefonate dauern zwischen 15 und 60 min.

Weitere Hinweise zum Video-Interview finden Sie in „Video-Interview“.

 

Erstgespräch

Im ersten Gespräch geht es meistens darum, aus einer Liste von drei bis fünf Bewerbern die besten zwei bis drei zu ermitteln und zu sehen, ob die Fachlichkeit passt. Oft stellen sich beide Seiten zunächst einander vor. Dabei sollte der Bewerber seinen Lebenslauf fehlerfrei und flüssig  präsentieren können. Es werden gegenseitig Fragen gestellt.

Wichtig ist, dass Sie sich angemessen anziehen.

Weitere Hinweise zum Erstgespräch und zur Vorbereitung der Fragen finden Sie in „Das Erstgespräch“, „Fragen im Bewerbungsgespräch“, „Eigene  Fragen im Bewerbungsgespräch“, „Spezielle Fragen im Vorstellungsgespräch“, „unzu“, „Wohin mit meinen Händen im Bewerbungsgespräch“ und „Die Kleidung“.

 

Schnuppertag

Nachdem Sie erfolgreich die ersten Gespräche gemeistert haben, möchte der zukünftige Arbeitgeber sehen, wie Sie arbeiten und wie Sie mit den neuen Kollegen zurechtkommen. Das Unternehmen möchte erleben, wie Sie sich im Arbeitsumfeld verhalten. Dazu werden Sie in der Regel zwischen vier bis maximal acht Stunden zu einem Schnuppertag eingeladen, der Ihnen die Möglichkeit gibt, das Unternehmen und die neuen Kollegen kennen zu lernen.

Weitere Hinweise Schnuppertag und Probearbeiten finden Sie in „Probearbeiten“.

 

Einstellungsgespräch und Vertragsverhandlung

Sie sind auf der Zielgeraden und haben es fast geschafft. Sie haben einen Vertragsentwurf erhalten und werden diesen im Beisein des neuen Vorgesetzten, des Geschäftsführers und/oder der Personalleitung vor Ort unterzeichnen. Wie können Sie im Vorfeld Ihren Vertrag verhandeln, worauf müssen Sie achten?

Auch im Einstellungsgespräch warten noch Stolperfallen, die es zu meistern gilt. Wichtig ist, sich vorab zu informieren, wo Verhandlungsspielraum existiert und sich eine Strategie zu recht zu legen, mit der Sie in das Gespräch bzw. die Verhandlungen reingehen.

Weitere Hinweise zu den EInstellungsgesprächen und zur Vertragsverhandlung finden Sie in „Die Vertragsverhandlung“.

 

Probezeit

Die Probezeit dauert zwischen drei und sechs Monaten. In dieser Zeit haben Sie eine kürzere Kündigungsfrist und man kann Ihnen ohne Angabe von Gründen kündigen. Sie werden Schritt für Schritt eingearbeitet oder legen direkt los.

Wichtig ist in dieser Zeit viel zu fragen und Augen und Ohren offen zu halten. Die „Frischlinge“, die alles besser wissen, ecken in der Probezeit oft unliebsam mit altgedienten Mitarbeitern an. Sprüche wie „Das haben wir anders gemacht.“ führen oft dazu, dass die Probezeit nicht überstanden wird. Versuchen Sie zunächst zu zeigen, dass Sie ein wertvoller Mitarbeiter sind, bevor Sie allzu viel allzu schnell ändern wollen.

Weitere Hinweise zur Probezeit finden Sie in „Der erste Tag, die Probezeit“.

Das Team von Karriere-A!B!C postet wöchentlich neue Artikel zu den Themen Beruf, Bewerbung und Karriere auf www.karriere-abc.com. Wenn Sie Anregungen oder Fragen haben, können Sie sich gerne an Christof Wirtz christof.wirtz@abc.jetzt wenden. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

#karriere
#karriereabc
#bewerbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: