Die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz

Schon ganz am Anfang setzt die deutsche Sprache eine hohe Hürde. Viele sind es umgangssprachlich gewohnt, sich „für einen Ausbildungsplatz“ zu bewerben. Dabei heißt es richtigerweise „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz“. Wer möchte, kann das im Duden unter dem Wort „bewerben“ nachschlagen. Man bewirbt sich „um“ und nicht „für“ etwas.

Der Bewerbungsprozess gliedert sich in folgende Punkte:

  • Was möchte ich werden? – Berufswahl
  • Wo möchte ich mich bewerben? – Auswahl von Unternehmen
  • Schriftliche Bewerbung
  • Vorstellungsgespräch
  • Auswahlverfahren

Im Laufe unserer Reihe A!B!C-Azubiportal werden wir die einzelnen Punkte näher beschreiben. Die jeweiligen Beiträge findest Du unter www.abc-azubiportal.de. Wer schon im Beruf fortgeschritten ist, dem sei an dieser Stelle unser Karriere A!B!C auf www.karriere-abc.com empfohlen.

Die schriftliche Bewerbung

Die schriftliche Bewerbung ist auch heute noch das wichtigste Instrument für eine erfolgreiche Bewerbung.

Früher gab es ein Anschreiben, einen einseitigen tabellarischen Lebenslauf oder einen ausführlichen, handschriftlichen Werdegang. Dazu Zeugnisse, Zertifikate und ein mit einer Büroklammer angeheftetes (schwarz/weiß) Foto.

Welche Aufgabe hat die schriftliche Bewerbung?

Egal, ob per Brief oder per E-Mail-Versand? Nun ganz einfach: Deine Bewerbung ist der Türöffner, sie soll Dich in das Vorstellungsgespräch bringen. Der Appetitanreger, der dafür sorgt, dass das Interesse so groß ist, dass Dich jemand zum Bewerbungsgespräch einlädt.

Der Köder soll dem Fisch und nicht dem Angler schmecken!

Hierbei bist Du der Angler, der sich den passenden Ausbildungsplatz angeln will, das Unternehmen ist der Fisch, und Deine Bewerbungsunterlagen sind der Köder.

Wer liest meine Bewerbung?

Wahrscheinlich, je nach ausgeschriebener Stelle, eine Referentin oder ein Referent aus der Personalabteilung.

Manchmal ergibt es sich aus der Stellenausschreibung, welche Person erster Ansprechpartner ist. Oft hilft ein Blick auf die Website des Unternehmens oder eine aktive Recherche in den sozialen Medien (z.B. Xing, LinkedIn, Facebook eher bedingt). Auch ein Anruf im Unternehmen kann nicht schaden, wenn Du den Ansprechpartner noch nicht kennst.

Jedes Anschreiben, in dem eine Person mit Namen konkret angesprochen wird, hat mehr Chancen als ein „Sehr geehrte Damen und Herren“ – Brief an eine info@ – oder bewerbung@ – Email-Adresse. Versuche, also den Namen Deines Ansprechpartners herauszufinden!

Wie die Bewerbung aufgebaut sein sollte, erfährst Du in den nächsten Ausgaben. Ich werde versuchen, mich dabei auf eine Bewerbung eines Auszubildenden zu fokussieren. Auch wenn Du Dich um einen Praktikumsplatz bewirbst, gelten die gleichen Spielregeln.

In einer Woche geht es mit dem Thema „Der Lebenslauf für Azubis“ weiter. Bis dahin freue ich mich auf Eure Fragen, die mich per Email an christof.wirtz@abc.jetzt  erreichen. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

Die Punkte: „Was möchte ich werden?“ und „Wo möchte ich mich bewerben?“ werde ich zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen. Da die meisten Schülerinnen und Schüler sich in beruflichen Belangen noch nicht gut kennen, ist es wichtig, sich erst einmal über das eigene Profil klar zu werden. „Der Lebenslauf für Azubis“, „Das Anschreiben in der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz“ und „Das Azubi Profil“ werden dabei wichtige Anhaltspunkte für Deine Auswahl werden.

Alle bisher veröffentlichen Beiträge findest Du unter www.abc-azubiportal.de

By |2018-10-11T17:51:02+00:00Oktober 2nd, 2018|Azubiportal, Bewerbung|