Feedback

Feedback (engl.) bedeutet so viel wie Rückmeldung, Resonanz oder Rückwirkung. Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch wird Feedback im Bereich Kommunikation seit den 1990er Jahren immer häufiger genutzt.

Im Beruf ist es heute unerlässlich, Feedback anzunehmen und auch Feedback aktiv zu geben. Sei es in der Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten (intern) oder Kunden und Lieferanten (extern).

Kommunikation

Es kann keine Kommunikation ohne Feedback geben. Ihre Zuhörer reagieren immer in irgendeiner Form auf das, was Sie sagen bzw. Sie reagieren auf die Kommunikation anderer Menschen mit Ihnen. Auch „Nicht reagieren“ ist eine Form des Feedbacks. Der Kommunizierende wird ignoriert, was als Ablehnung der Inhalte oder der Person gewertet werden kann.

Nonverbale Kommunikation

Mit den Augen rollen, leises Stöhnen oder auch freudig winken oder die Art und Weise, wie wir uns begrüßen ist eine Form der Kommunikation. In jeder dieser körpersprachlichen Äußerungen steckt eine Botschaft. Wenn zum Beispiel ein Präsident einer internationalen Großmacht vor laufenden Kameras dem Präsidenten einer anderen Großmacht die Schuppen von der Schulter wischt, zeugt das von sehr viel mangelndem Respekt und ist als absolutes Dominanzverhalten zu werten.

Achten Sie darauf, wie Sie mit anderen umgehen und wie mit Ihnen umgegangen wird. Durch eine Schärfung der Sinne erhöhen Sie Ihre Wahrnehmung und können lernen, darauf angemessen zu reagieren.

Social Media Feedback

In Zeiten von Social Media wird das Feedback auf eine „Like“, „Love it“, „Dislike“, „Laughing“, „Wow“ oder „Angry“ Emoji reduziert. Es geht schnell und man hat en passant sein Feedback zur Meinung eines anderen abgegeben. Wer Zeit hat, kommentiert und geht damit in die Diskussion bzw. läuft Gefahr, ebenfalls mit Feedback rechnen zu müssen.

Zurück zu Beruf und Karriere. Wer gibt wem Feedback?

Bis vor ca. 15 Jahren hat die Führungskraft in einem Feedbackgespräch mitgeteilt, was er/sie von ihr/ihm hält. In den letzten Jahren kamen verstärkt Führungskräftefeedbacks hinzu, in denen Mitarbeiter meist anonymisiert ihre Führungskraft bewerten konnten.

Man kann erkennen, das der Führende offen Rückmeldungen geben darf, während der/die Geführte das lieber anonym macht, um nicht zu schnell vom Vorgesetzten aufgrund von Kritik in die Schranken oder des Arbeitsplatzes verwiesen wird.

Melden macht frei

Wenn Sie ein Problem sehen, reicht es nicht zu rufen „Mama, komm mal schnell in die Küche, die Milch kocht über!“. Sinnvoll ist es, den Topf vom Herd zu nehmen und dann in die Feedbackrunde zu gehen.

Quittieren

Es gibt Unternehmungen, in denen sich die Mitarbeiter gegenseitig den Empfang und damit die Annahme einer Aufgabe sowie die Erledigung quittieren. Eine kurze Antwort auf die Email „Ok, fertig bis nä. Dienstag.“ oder auch Rückfragen „Hat das Zeit bis zum 25.? Ich steck noch in einer anderen Aufgabe.“ sowie ein kurzes „erledigt“ signalisieren für mich ein harmonisches, berufliches Miteinander. Zudem beugt es manchem Missverständnis vor.

Feedback im Bewerbungsgespräch

Auch im Bewerbungsgespräch gibt es Feedback. Als ‚neutraler‘ Beobachter erkenne ich oft in verschiedenen Gespräch Situationen, wie die beiden Parteien, Unternehmen und Bewerber, mit- und aufeinander reagieren. Mir wird häufig schnell klar, ob die beiden zueinander passen oder auch nicht.

Für die Passung bedarf es meist mehrerer positiver Feedbacks. Festzustellen ist, dass ein starkes negatives Feedback ausreicht, um eine Ablehnung zu begründen. Interessanterweise sind sich beide Parteien nicht über die Gründe bzw. Anlässe ihrer Reaktion im Klaren. Beim Durchgang meiner Gesprächsaufzeichnungen mit beiden Seiten (getrennt voneinander) konnte ich die Momente, die zur Ablehnung führten, oft gut erläutern und vor Augen führen.

Dieses wird von vielen als „Da hat die Chemie gestimmt.“ (oder auch nicht gestimmt) bezeichnet. Manche sagen auch „Bauchgefühl“ dazu. In Wahrheit sind es die nonverbalen, körpersprachlichen Signale oder auch Mimik (Gesicht) und Gestik (Hände) die die meisten von uns unbewusst wahrnehmen und auch von sich geben.

Neben dieser Ebene gibt es die bewusste oder sprachliche Feedbackebene. Die offensichtlich ist und sich wie ein Mantel über die vermeintlich unbedeutende Ebene hüllt.

Fragen Sie nach

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: fragen Sie am Ende des Bewerbungsgesprächs nach, ob Sie überzeugt haben. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um ein offenes und klärendes Wort zu hören bzw. eine unmittelbare Reaktion der Gesprächspartner zu erhalten. Später bleiben Ihnen nur Email oder Telefon. Zudem zeigen sich viele Unternehmen Tage nach einem Gespräch deutlich zugeknöpfter in ihrem Feedback auf Ihr Gespräch als direkt im Moment des Bewerbungsgesprächs.

Fazit

Wenn ich ein Feedback gebe, helfe ich anderen, mich zu verstehen. Wenn ich ein Feedback erhalte, lerne ich, wie andere Menschen über mich und mein Verhalten denken.

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By |2018-08-30T10:58:26+00:00April 27th, 2018|Allgemein, Bewerbungsgespräch|