Keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Der erste Eindruck zählt!

In jeder ersten Begegnung zwischen zwei Personen zählt der erste Eindruck. Egal ob am Telefon, in einem schriftlichen Kontakt per Email oder Brief und insbesondere in einem persönlichen Treffen;  Menschen entscheiden innerhalb von wenigen Sekunden, ob sie sich sympathisch sind oder nicht.

Am Telefon

Sie heben den Hörer ab, am anderen Ende begrüßt Sie eine freundliche Stimme und nennt ihren Namen. So fangen die meisten Telefonate an. In dem Moment, wo sich beide das erste Mal hören, nehmen wir unbewusst wahr, wie Stimmlage, Sprechgeschwindigkeit und Betonungen der anderen Person sind. Wir hören an vielen Kleinigkeiten heraus, ob der Gesprächspartner aus der selben Region stammt, ob er einen Akzent hat und machen uns ein Bild von ihm. Auch können wir schnell spüren, ob derjenige nervös oder ängstlich ist, ob er etwas von einem will oder eher neutral freundlich.

Es kann auch Fehleinschätzungen geben, die insbesondere auf schlechten Erfahrungen beruhen. In seltenen Fällen ändern wir jedoch unsere in gut 5-10 Sekunden gewonnene Meinung im Laufe eines Gesprächs. Was den Menschen in grauer Vorzeit vor dem Fremden schützen sollte ist heute im Zeitalter der modernen Kommunikation manchmal hinderlich.

Erfahrene Bewerbungsgesprächteilnehmer können diesen ersten Eindruck verfeinern und haben gelernt, den ersten Impuls des Mögens, oder der Ablehnung zu unterdrücken, um dem Bewerber erstmal eine Chance zu geben. Ganz verleugnen können aber auch diese den ersten Eindruck nicht ganz.

Meist jedoch sind die Personen aus der Personalabteilung in der Lage, darauf zu achten, da der Kandidat nicht direkt mit ihnen, sondern mit einem anderen Mitarbeiterkreis, einer anderen Führungskraft und in anderen Abteilungen, die anders “ticken”, zusammen arbeitet.

Geübte Vertriebler stellen sich gar auf die Stimmlage anderer Personen ein, indem sie die eigene Stimme  so modulieren, dass sie sich ihrer Stimmlage anpassen.

Wichtig für den Bewerber ist es, dass er in ruhiger Stimme ihre Begrüßung und die ersten Sätze seiner Vorstellung vortragen. Es ist hilfreich, vor dem Telefonat die Mundwinkel ca. 10 Sekunden hochzuziehen und auszuatmen. Die Stimme klingt automatisch freundlicher und weniger gepresst.

Schriftlicher Eindruck

Hier zählen Ordnung der Unterlagen, Schriftbild, das Foto sowie Rechtschreibung, Grammatik und Wortwahl. Auch eine Emailadresse wie z.B. “knuspermilchstute@…” oder “schatzimausi@…” sind erste Indikatoren, die zum Scheitern einer Bewerbung führen können. Beide habe ich mir übrigens nicht ausgedacht. Sie stammen aus Bewerbungen der letzten Jahre, die mich erreicht haben.

Lassen Sie ein ordentliches Foto von Ihnen machen. Mehr zu diesem Thema finden Sie unter “Das Bewerbungsfoto“.

Stellen Sie Ihre Unterlagen ordentlich in Kopie oder als eingescanntes PDF, keine TIFF Bilder, zusammen. Auch hierzu finden Sie weitere Informationen unter “Meine Unterlagen“.

Ihr Anschreiben sollte inhaltlich und optisch aufgearbeitet sein und im wesentlichen den Formaten des Lebenslaufs entsprechen, was Schriftbild, Farben und Optik angeht. Hierzu finden Sie unter “Mein Lebenslauf” und “Das Anschreiben” sowie “Die 3+1 Regel” weiterführende Informationen.

Das erste Kennenlernen

Als Vorbereitung zum ersten Kennenlernen empfehle ich, gut ausgeschlafen, mit etwas Zeitpuffer anzureisen und sich vorher ausgiebig mit dem Unternehmen, der Stelle und idealerweise den Gesprächspartnern zu beschäftigt zu haben.

In den sozialen Medien und auf der Website des Unternehmens lassen sich Bilder und Informationen zu den Teilnehmern der Bewerbungsrunde finden. Es ist ein großer Unterschied, wenn Sie beim Abholen vom Empfang freudig Ihren Gesprächspartner mit Namen begrüßen oder irritiert und zögerlich erst aufstehen, wenn er Ihren Namen sagt.

Augenkontakt und Händedruck

Bei der Begrüßung schauen sich beide in die Augen und geben sich sicher, weder zu locker noch zu fest, die Hand. Das sind die Momente, in denen der erste Eindruck gefällt wird.

Wie ist mein Gegenüber gekleidet, wie begrüßt er mich, schaut er mich an oder an mir vorbei. In einigen Fällen, insbesondere bei Führungskräften und im Vertrieb, werden auf die Schuhe, die Frisur und bisweilen auf Tätowierungen, Piercings und kosmetische Eigenheiten wie z.B. Fingernägel geachtet. Auch ein übertriebener Gebrauch von Parfüm ist ebenso schlecht wie das Fehlen von Körperhygiene.

Auch die Kleidung spielt eine Rolle, hier mehr zum Thema. Kleidung

Das Bewerbungsgespräch

Wohin mit meinen Händen

Die Sitzposition

Der Schwingerstuhl

Das Handy

No Gos in der Bewerbung

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By |2019-03-07T17:20:48+01:00Februar 15th, 2019|Allgemein|
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