Erlebnisse im Bewerbungsgespräch

Welche Fehler machen Führungskräfte im Bewerbungsgespräch? – Leserfrage

Welche Fehler machen Führungskräfte im Bewerbungsgespräch?

Ich möchte den Begriff Bewerbungsgespräch auf Bewerbungsprozess ausweiten. Einige Fehler werden schon vor dem Bewerbungsgespräch gemacht, die ich häufig sogar bei angehenden und gestandenen Führungskräften erlebe. – Die Wertschätzung aller am Bewerbungsprozess Beteiligter lässt zu wünschen übrig.

Es gibt MitarbeiterInnen am Empfang, im Sekretariat, an der Pforte oder sonst wo im Unternehmen, die keinesfalls vor der Einstellung bereits die neuen Untergebenen sind. Nicht selten habe ich es erlebt, dass sich die Bewerber gegenüber anderen Mitarbeitern fordernd oder sogar unhöflich verhalten.

Aus meinen Gesprächen mit Personalleitern und Geschäftsführern sowie aus eigenen Einstellungssituationen weiß ich, dass die Sekretärin, der Empfang oder andere gefragt werden, wie sich denn der ‚Neue‘ so verhalten hat.

Umgangsfloskeln

Wenn BewerberInnen an dieser Stelle nicht die Tageszeit oder Umgangsfloskeln beherrschen oder gar am Telefon laut werden, ist das ein klares ‚Aus‘ für den weiteren Bewerbungsprozess.

Im Gespräch selbst stelle ich bei einigen ‚Führungskräften‘ fest, dass sie ihr Gegenüber nicht ernst nehmen oder meinen, in der besseren Position zu sein. Sowohl gegenüber dem Berater (mir) als auch im Unternehmen, dessen Führungsposition neu zu besetzen ist, lassen sie es am nötigen Fingerspitzengefühl fehlen.

Es ist ja auch schwierig: auf der einen Seite sind sie im Unternehmen noch nicht Führungskraft, sollen aber auf der anderen Seite schon Führungsqualitäten zeigen. Auf jeden Fall wird dies nicht durch dominantes oder gar arrogantes Gehabe erreicht.

Manche Bewerber bereiten sich außerdem nicht genügend auf die Gespräche vor. Eigener Glanz reicht nicht aus. Wer sich nicht durch gezielte Informationsbeschaffung vor dem Gespräch vorbereitet hat und sich nicht darstellen kann, hat das Nachsehen.

Ungeduld,

Unwirrschheit oder sogar verbales Nachtreten nach einer Absage haben schon dazu geführt, dass aus der Silbermedaille Blech wurde. Springt der Wunschkandidat doch noch ab, haben die Bewerber somit eine Chance verpasst.

Oft höre ich vom Bewerber, dass es ein tolles Gespräch war. Die Stimmung gut, er habe viel von sich erzählt und man wolle sich bei ihm melden. Die Rückmeldung vom Unternehmen fällt deutlich schlechter aus. „Der hat nur von sich erzählt, gar nichts zu uns oder der Stelle gefragt“ – höre ich dann.

Gelegentlich gibt es auch Führungskräfte, die ihren Lebenslauf nicht richtig präsentieren können, Fehler nicht eingestehen können und teilweise meinen, Sie haben es nicht nötig, Fragen nach den Wechselmotivationen zu beantworten.

Alles vermeidbare Fehler.

Wie waren Ihre Erlebnisse? Welche Fragen haben Sie?

Ich freue mich auf Ihr Feedback und die Fragen der anderen Leser auf www.karriere-abc.com mit Tipps und Tricks zum Thema Bewerbung und Karriere sowie Ihren Fragen und meinen Antworten.

 

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