ABC in Wuppertal

Aussagekräftiges Bewerbungsprofil erstellen

Aussagekräftiges Bewerbungsprofil erstellen

Wer heute nicht weiß, wo er hingeht, weiß morgen nicht, wo er herkommt. Zugegeben, ein bisschen platt, aber viele Bewerber nehmen am Anfang alles was kommt und hauen erst mal ein paar Bewerbungen ohne Bewerbungsprofil raus. Schnell per Email auf ca. 100 Stellen bewerben und schauen, was da bei ´rum kommt.

Dass das keine sinnvolle Strategie ist, muss ich nicht erwähnen. Wer bin ich, was will ich, wo will ich arbeiten und auch wo will ich in drei, fünf oder 10 Jahren stehen? Will ich eine Führungskraft werden oder lieber doch eine Senior-Fachkraft? Was ist mit Beratung oder Arbeitnehmerüberlassung?

Stärken und Schwächen

Alles Fragen, die ich mir vor der Erstellung meiner Bewerbungsunterlagen stellen muss. Dazu gehört auch die Frage nach meinen Stärken und Schwächen. Nicht nur, dass diese im Bewerbungsgespräch von vielen Personalern hinterfragt werden. Meine Stärken und Schwächen können auch einen direkten Aufschluss geben, was ich gut kann, wo ich mich wohl fühle und was ich noch nicht so gut kann bzw. was ich auf keinen Fall will.

Wie lerne ich mich selber kennen?

Ich kenne meine Stärken und Schwächen nicht. Na gut, das passiert häufig am Anfang des Berufsweges, nach 2-3 Jahren sollten diese aber bekannt sein. Manchmal hilft es, gute Freunde oder auch Familienangehörige zu fragen, wobei man hier meist persönliche Antworten bekommt. Gerade bei den Schwächen neigt der eine oder andere dazu, sich zu verteidigen. Der eben noch nett antwortende Freund reagiert schon mal unwirsch, wenn er jetzt auf seine gut gemeinte Antwort einen Kommentar wie „Da siehst Du mich aber falsch“ oder ähnlich zurückbekommt.

Am besten notieren Sie sich, was die Gefragten sagen, bedanken sich und denken in Ruhe über die Antwort nach.

Hard Skills

Neben den persönlichen Skills sind die fachlichen Skills ebenfalls sehr wichtig. In welchen Fächern war ich gut, was lag mir, woran hatte ich Spaß und woran weniger? Was hat mich im Praktikum oder in Diplom-, Bachelor- und Masterarbeit gefordert?

In welcher Region möchte ich arbeiten, bin ich umzugsbereit, was will ich verdienen (dazu später mehr)? Bin ich reisebereit, wenn ja an wie vielen Tagen pro Monat oder Woche?

In welcher Branche möchte ich arbeiten, wie groß soll das Unternehmen sein? Eher der kleine Familienbetrieb, das Start-Up Unternehmen oder der internationale Großkonzern?

Und auch die Familienplanung gehört mit in die eigene Entscheidungsfindung.

Prioritäten-Pyramide

Letztendlich empfehle ich meinen Kandidaten, sich eine ‚Prioritäten-Pyramide‘ aufzuzeichnen. Ganz oben steht Prio 1, gefolgt von Prio 2-4 auf der nächsten Stufe. Dann priorisiere ich Branche, Ort, Verdienst, Führungsanteil, Größe des Unternehmens in eine Reihenfolge, die mir wichtig ist. Es gibt nur eine Prio 1! Auch hierzu später noch mehr Details.

An einigen Schwächen, fehlenden Kenntnissen oder unzureichenden Skills lässt sich arbeiten. Insbesondere langfristig zum Beispiel an Sprachen, an Kommunikationsfähigkeit sowie an z. B. CAD- oder SAP-Kenntnissen, kann ich durch Schulungen einiges hinzulernen. Schwieriger wird es bei Basiseigenschaften. Ob der Schüchterne Vertriebsprofi wird, der Entscheidungsschwache Geschäftsführer oder der eher Zahlen-Unbegabte Controller, ist fraglich. Im Einzelfall mag es für jeden Ausreißer ein Beispiel geben, in Summe eher nicht.

Auf die weitere Frage nach der richtigen Auswahl gehe ich in ca. 5 Wochen ein. In der nächsten Wochen geht es mit dem Thema Lebenslauf weiter. Auch weiterhin freue ich mich auf Ihre Fragen, die Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden können. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

Alle bisher veröffentlichen Beiträge finden Sie hier: www.karriere-abc.com

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