Wenn, dann bitte nur mit guten Fachkenntnissen im Bereich Fotobearbeitung.

In einem meiner letzten Bewerbungsgespräche ergab sich eine ungewöhnliche Situation. Der Bewerber, den ich mit Lebenslauf und Bewerbungsfoto vorgeschlagen hatte, erschien zum Gespräch mit dem Scheitel auf der falschen Seite.

Zunächst fiel es keinem auf. Ich bemerkte jedoch, dass mich der Vertreter des Unternehmens zwischendurch fragend anschaute. Während des Betriebsrundgangs nahm er mich kurz zur Seite und fragte mich, ob mir etwas am Bewerber aufgefallen sei. Als ich verneinte, antwortete er, dass ich mir mal den Haarscheitel anschauen solle, dieser sei auf der falschen Seite.

Ich schaute auf das Foto und war verwundert, wie das wohl zustande gekommen sein mochte.

Im zweiten Teil des Gesprächs wurde der Bewerber daraufhin angesprochen. Er sagte, dass er das Foto gespiegelt habe, weil er nach rechts schauen wollte.

Obwohl der Bewerber eine Einladung zum Probearbeiten erhielt, sagte er ab. Seine Begründung war, dass er sich dort nicht wohl gefühlt habe, weil der eine Herr ihn so angestarrt hätte.

Was war geschehen

Der eine (Arbeitgeber) ist verwirrt. Nicht nur der Scheitel ist auf der falschen Seite, der ganze Mensch sieht anders aus, da keiner von uns spiegelsymetrische Gesichtshälften hat.

Der andere (Bewerber) fühlt sich abgelehnt, weil ihn sein Gegenüber die ganze Zeit fragend mustert.

Was für das Spiegeln gilt, gilt auch für die Änderung von Größenproportionen, von Farben und sonstiger Retuschierungen. Seien Sie vorsichtig und überlassen Sie die Bildbearbeitung einem Fachmann. In keinem Fall spiegeln Sie das Bild!

Was dabei rauskommen kann, erläutert die beschriebene Situation.

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