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Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch

Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch

Die Frage nach dem aktuellen Gehalt ist keine unzulässige Frage. Spätestens in der Probezeit wird man Ihr letztes Gehalt auf Ihrer Lohnsteuerkarte sehen können.

Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch können sein:

  • Gehören Sie einer Partei oder Gewerkschaft an?
  • Wie sieht Ihre Familienplanung aus?
  • Sind Sie schwanger?*
  • Welcher Religion oder Konfession gehören Sie an? (steht auch auf der Lohnsteuerkarte)
  • Fragen zu Ihrem Privatleben oder zur sexuellen Neigung.

Weitere Fragen, die jedoch wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen, wenn sie für die Stelle relevant sind, sind z.B.:

  • Leben Sie in geordneten Vermögensverhältnissen? (z.B. Bankangestellte, Kassierer)
  • Haben Sie Vorstrafen? (z.B. bei Juristen oder angehenden (Polizei)Beamten)

Welche Absicht kann hinter diesen Fragen stecken?

Unwissenheit des Fragenden oder gar Provokation? Sie können es nicht wissen, allenfalls vermuten, was Ihr Gegenüber mit diesen Fragen beabsichtigt. Wichtig an dieser Stelle ist, dass Sie Ruhe bewahren und klar zum Ausdruck bringen, dass Sie diese Fragen nicht beantworten möchten, da Sie sicher sind, dass solche Fragen nicht in ein Bewerbungsgespräch gehören und nicht als Auswahlkriterium dienen dürfen. Es ist eine heikle Situation, die auch zum Abbruch des Bewerbungsprozesses führen kann, ohne dass Sie das merken. Sollte dem so sein, seien Sie gewiss, dass Sie dort auch im Beruf nicht glücklich geworden wären.

*In Berufen, in denen eine Gefahr für das ungeborene Kind besteht (u.a. Radiologie, pharmazeutische oder chemische Wirkstoffe und andere) ist diese Frage nicht nur zulässig, der Gesprächspartner im Bewerbungsgespräch wird auch auf die Wichtigkeit dieser Frage und der wahrheitsgemäßen Beantwortung hinweisen. Oft erfolgt dann auch eine Werks- oder Amtsärztliche Untersuchung (natürlich nur mit Einverständnis der Kandidaten).

Noch Fragen zum Vorstellungsgespräch oder der damit verbundenen Aufgabe? Bitte melden Sie sich bei mir. Weitere Fragen beantworte ich gerne auf Zuschrift und nehme diese gegebenenfalls auch anonymisiert hier auf. Ihre Fragen können Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden. Alle Daten werden vertraulich behandelt. Bis nächste Woche, wenn es um die weiteren Gespräche und ihre Besonderheiten geht.

Alle bisher veröffentlichen Beiträge finden Sie hier: www.karriere-abc.com .

 

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5 Gedanken zu „Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch

  • 22. Februar 2017 um 8:50
    Permalink

    Ein Leser in XING schrieb mir:
    „Ihr Bewerber A!B!C habe ich mit großem Interesse gelesen.
    Es ist wirklich sehr sachlich und aussagekräftig geschrieben!

    Was man dem Abschnitt der unzulässigen Fragen in einem Bewerbungsgespräch möglicherweise noch ergänzen könnte, wäre dass beispielhaft eine persönliche Frage bzgl. einer Schwangerschaft zulässig ist, sofern die Frage auf den Aspekt aufbaut, dass der auszuübende Beruf oder das Tätigkeitsumfeld die Schwangerschaft gefährden kann (Chemielaborantin, …). Denke das sollte in einem kleinen Abschnitt mit der Thematik „Ausnahmen“, leicht zu erläutern sein.“

    Vielen Dank für Ihren Hinweis!

    Ja, in Berufen, in denen eine Gefahr für das ungeborene Kind besteht (u.a. Radiologie, pharmazeutische oder chemische Wirkstoffe und andere) ist diese Frage nicht nur zulässig, der Gesprächspartner im Bewerbungsgespräch wird auch auf die Wichtigkeit dieser Frage und der wahrheitsgemäßen Beantwortung hinweisen. Oft erfolgt dann auch eine Werks- oder Amtsärztliche Untersuchung (natürlich nur mit Einverständnis der Kandidaten).

    Ich werde das als Kommentar und Anmerkung mit aufnehmen.

    Beste Grüße
    Christof Wirtz

    Antwort

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