Unterschiede zwischen Zwischenzeugnis und abschließendem Arbeitszeugnis.

Das Zwischenzeugnis in der Bewerbung

Das Zwischenzeugnis in der Bewerbung

Vor gut 2 Wochen habe ich auf Twitter und Facebook einen Artikel der ingenieurkarriere.de (VDI Verlag) mit dem Thema „Gehört ein Zwischenzeugnis (bei Ingenieuren) in die Bewerbung?“ gepostet.

In „Das Arbeitszeugnis“ bin ich im Herbst letzten Jahres schon näher auf das Endzeugnis“ eingegangen, welches Sie nach dem Verlassen des Unternehmens erhalten.

In Ergänzung dazu möchte ich die Unterschiede zwischen den beiden Zeugnissen erläutern.

Der erste sichtbare Unterschied sind die beiden unterschiedlichen Zeitformen. Beim Zwischenzeugnis „ist“ Herr Müller beschäftigt, beim Arbeitszeugnis „war“ Frau Schmitz dort tätig.

Das erste endet mit einem Satz, der in etwa so aussehen könnte: „Wir danken Frau Müller für alles bisher Geleistete und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr.“ Hingegen heißt es beim Endzeugnis in etwa so: „Wir danken Herrn Meyer für die stets sehr gute Zusammenarbeit und wünschen ihm privat und beruflich alles Gute und viel Erfolg.“

Wann kommt das Zwischenzeugnis zum Einsatz?

  • Beim Wechsel der Abteilung bzw. des Bereichs
  • Wechsel des Vorgesetzten
  • Wechsel in ein verbundenes Unternehmen
  • Übernahme durch ein anderes Unternehmen
  • Drohende Aufhebung, Kündigung oder Insolvenz des Unternehmens
  • Wenn Sie Ihrem jetzigen Arbeitgeber klar machen wollen, dass Sie auf dem Absprung sind

Wie bitte? Ein Zwischenzeugnis wird in der Regel nur dann benötigt, wenn der Mitarbeiter dieses woanders einsetzen möchte. Sollten Sie nach einem Zwischenzeugnis fragen, ohne dass einer der ersten 5 Punkte erfüllt ist, wird nahezu automatisch davon ausgegangen, dass Sie auf dem Sprung bzw. in der Vorbereitung einer Bewerbungsphase sind. Es ist also Vorsicht geboten.

Warum Vorsicht?

Es kann natürlich Vorgesetzte geben, die Ihren Wunsch nach einem Zwischenzeugnis zum Anlass nehmen, Ihnen eine Gehaltserhöhung oder einen Wechsel in eine höhere Position anzubieten. Sinnvoll ist es aus meiner Sicht allerdings nicht, den Wunsch nach einem Zwischenzeugnis als Werkzeug für ein Beförderungsgespräch einzusetzen. Auch nicht als ultima ratio.

Auf der anderen Seite ist es für Sie sehr wichtig, bereits Erreichtes schriftlich festzuhalten und durch die Unterschrift eines Dritten (hier Vorgesetzte) zu bekunden. Sie wissen nicht, wie die neue Abteilung, der neue Vorgesetzte, der neue Gesellschafter mit Ihnen zurechtkommt und wie sich das weitere Berufsleben entwickelt.

Ein Muss im Bewerbungsprozess ist ein Zwischenzeugnis nicht. Wenn Sie eins haben, mit dem Sie unzufrieden sind, müssen Sie es auch nicht mit in Ihre Bewerbungsmappe packen. Es bleibt Ihnen überlassen.

Ein Zwischenzeugnis für die aktuelle Beschäftigung ist ausreichend. Bitte keine weiteren oder gar alle Zwischenzeugnisse mit reinpacken. Da verlieren nicht nur Sie die Übersicht. Ein Endzeugnis ersetzt in der Regel alle vorhergehenden Zeugnisse. Es sei denn, es wird darin Bezug genommen. Dann sollten Sie diese Dokumente auch mit versenden.

Und zum Schluss: Mitarbeiterbesprechungsprotokolle, Mitarbeiterbewertungsbögen, Vorgesetztenbewertungsbögen, Personalentwicklungspläne…. all das gehört nicht in eine Bewerbung.

Weiterführende Links:

Welche Reihenfolge bei den Unterlagen?

 

Weitere Beiträge zu den Themen Bewerbung, Beruf und Karriere finden Sie unter www.karriere-abc.com

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie mich gerne unter christof.wirtz@abc.jetzt anschreiben.

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